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2012/10/15

Mariestad, die Perle am Vänern

Mariestad wird wegen seiner idealen Lage am Vänern oft als die Perle am Vänern bezeichnet und wurde im Jahre 1583 von Herzog Karl, dem späteren Karl IX. gegründet, der den Ort nach seiner Frau Maria von der Pfalz benannte, wobei selbst das Stadtwappen auf ein Erlebnis der damaligen Kronprinzessin zurückführt und einen Ochsen zeigt, der gerade aus dem Wasser steigt. Heute denkt man bei Mariestad allerdings weniger an Maria von der Pfalz, sondern mehr an das Mariestad Bier, das allerdings seit 1972 nicht mehr an seinem historischen Ort gebraut wird und nur noch den Namen der Stadt trägt.

Heute gilt Mariestad als Paradies für Segler und zieht jede Art von Wassertourismus an, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass vor Mariestad die größte Ansammlung von Inlandschären zu finden ist, die noch Zeugen der letzten Eiszeit sind.

Blick vom Hafen auf Mariestad und die Domkirche

Mariestad, das vom steigenden Wasserniveau des Vänern bedroht ist, ist vermutlich die Stadt Schwedens, die gegenwärtig die größten Veränderungen erlebt und sich architektonisch in zwei Teile spaltet, denn während die Umgebung um die Domkirche, die Stadt der Holzhäuser, ihren Charakter vom 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts behalten hat, wird sich der Teil des Ortes, der am Ufer des Vänern liegt, zu einer der modernsten Städte Schwedens verwandeln, die mit einer Mauer gegen die steigenden Wasser des Sees geschützt wird.

Auch wenn die Altstadt noch einige, mittlerweile restaurierte Häuser, aus dem 18. Jahrhundert besitzt und die Straße das ursprüngliche Kopfsteinpflaster erhalten hat, so wirken die dort parkenden Autos wie Eindringlinge in einem historischen Raum.

Die Domkirche in Mariestad spielt in zwei Hinsichten eine besondere Rolle in Schweden, denn zum einen gehört sie zu den sehr wenigen Kirchen, die im 16. Jahrhundert gebaut wurden, wobei sie diesen Aspekt voll behalten hat, und zum anderen trägt sie, neben der Domkirche in Kalmar, den Titel einer Kathedrale ohne jedoch ein Bischofssitz zu sein. Mit einem königlichen Schreiben vom 9. Januar 1696 sollte die Kirche in Mariestad den Titel Domkirche sogar ablegen, was bis heute nicht geschah.

Neben zahlreichen Kunstgalerien findet man in Mariestad das Vadsbo Museum, das vor allem die industrielle Entwicklung der Stadt während der letzten 300 Jahre zeigt, aber auch temporäre Ausstellung bietet und einen Raum der aktuellen Kunst Schwedens widmet.

Das Theater in Mariestad gehört mit zu den ältesten Landsortsteatrar Schwedens, das nach alter Tradition auch noch lokale Stücke präsentiert, darunter die Neujahrsrevue mit dem Segelklub von Mariestad. Das Theater, das am 4. Januar 1843 eingeweiht wurde, erinnert noch an die reisenden Theatergesellschaften des letzten und vorletzten Jahrhunderts und steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

In der Nähe des Västerängs Koloniegebietes am Rande Mariestads findet man die ältesten Zeichen der Besiedlung der Umgebung, nämlich ein Grabfeld und einen Runenstein aus der Eisenzeit Schwedens. Das Koloniegebiet ist heute eines der wichtigsten Ausflugsziele der Stadt, auch wenn es die Schären von der Anzahl der Besucher nicht schlagen kann.

Außerhalb von Mariestad findet man mehrere Naturschutzgebiete, die man am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet. Besonders empfehlenswert sind dabei das Brömmö Naturreservat und das Logården Naturreservat, wobei man bei den Dünen von Brommö auch einen herrlichen Badestrand findet. Logården ist vor allem als Vogelparadies bekannt und für seine deutlichen Spuren der Wasserniveaus, die noch deutliche Zeugen der Landhebung Schwedens sind.

Nur mit eigenem Boot oder per Taxiboot ist der Djurö Nationalpark mit seinen 35 Inseln und einer Größe von 2400 Hektar zu erreichen. Der Besucher wird jedoch mit einer einzigartigen Natur belohnt in der sich Pflanzen und Tiere seit dem 16. Jahrhundert frei entfalten konnten, da diese Inseln nur extrem dünn besiedelt waren und damit sehr seltene Gewächse erhalten blieben.

Wer nach einem besonderen Ausflugsziel in der Umgebung Mariestads sucht, sollte zum Lugnåsberget aufbrechen, wo man eine der dortigen 55 Steinbrüche für Mahlsteine besuchen kann, die im 12. Jahrhundert geöffnet und 1919 endgültig geschlossen wurde. Es handelt sich hier um einen der wenigen Steinbrüche dieser Art, die man irgendwo auf der Welt auch besuchen kann. Das kleine Museum erzählt zusätzlich die Geschichte dieser sehr staubigen Arbeit, die vielen das Leben kostete.

Copyright: Herbert Kårlin

2012/10/11

Mellerud und das Weihnachtsmannmuseum

Mellerud wird heute oft nur bei der Durchfahrt kurz wahrgenommen, wenn man entlang der Westküste des Vänern nach Åmål oder Karlstad will, wobei die Bevölkerungsmenge vor allem im Sommer bedeutend ist, weil sich dort während der warmen Monate immer mehr deutsche, holländische und norwegische Einwanderer nieder lassen. Dabei war die Umgebung um Mellerud bereits während der Jungsteinzeit bewohnt wie zahlreiche Funde belegen.

Geschichtlich bedeutende wurde im Jahre 1304 die Burg Dalaborg, die sich etwa zehn Kilometer südöstlich von Mellerud befindet, aber leider nur eine kurze Geschichte hatte, da sie bereits 1434 beim Aufruhr Engelbrechts abgebrannt wurde. Reste der Befestigungen kann man heute noch betrachten. Karl IX. wollte 1609 an der Stelle der Burg eine Stadt errichten, die Mellerud ersetzen sollte, was jedoch nie in die Tat umgesetzt wurde, so dass der kleine Ort Mellerud, der etwas weiter im Landesinneren lag, sich zur größten Ansiedlung der Umgebung entwickeln konnte.

Ab 1650 hatte Mellerud eine Größe erreicht, dass dort das erste Gerichtsgbäude (Tingshus) eingeweiht wurde. Dennoch dauerte es dann noch bis 1908 bis Mellerud als Köping auch die Marktrechte erhielt und bis 1969, dass der Ort ein stadtähnliches Statut als Großgemeinde bekam.

Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Melleruds ist das Weihnachtsmannmuseum mit seinem Lanthandel von 1908. Die private Sammlung besteht insgesamt aus rund 500 verschiedenen Weihnachtsmännern, wobei der älteste unter ihnen noch aus dem 19. Jahrhundert kommt.

Eine weitere Entdeckung in Mellerud ist das Melleruds Museum, das sich auf die Geschichte der Umgebung, die frühere Wohnsituation und das frühere Arbeitsmilieu spezialisiert hat, aber auch ein Modell der ehemaligen Dalaborg (Burg Dalaborg) ausstellt. Für schwedische Geschlechtsforscher ist das Museum ein Paradies, denn hier findet man sämtliche Kirchenbücher von Beginn des 18. Jahrhunderts bis 1920.

In Mellerud findet der Besucher zwei Kirchen von größerem Interesse, denn sowohl die Holms Kirche als auch die Örs Kirche reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück und haben sowohl innen als auch außen historische Elemente erhalten. Die Holms Kyrka wird mit dem norwegischen Sankt Olof (Olov Haraldsson) in Verbindung gebracht, die Örs Kyrka dagegen mit dem ältesten Skalden des Dalslands, mit Gunno Dahlstierna.

Etwa vier Kilometer südlich von Mellerud findet man die Dalslands Glashütte, wo man die Glasmeister dabei erleben kann wie sie das alte Handwerk des Glasbläsers ausüben und dabei Vasen und Schalen schaffen, wobei Gruppen auch eine gesamte Führung in der Glashütte buchen können.

Jene, die sich mehr für schwedische Geschichte interessieren, finden in Mellerud selbst das Östanå Grabfeld, das vermutlich einst ein Opferplatz war, sowie in der näheren Umgebung Melleruds den zwei Meter hohen Grabhügel Korebyhögen und das Grabfeld Bergs Kullar mit seinen Grabhügeln und den drei Domarringen.

Wer sich mehr für landwirtschaftliche Gebäude und eine Wanderung in der Natur interessiert, wird im Kulturreservat Åsnebyn, das heute von einem Verein getragen wird, entdecken, dass dort die Zeit vor hundert Jahren stehen blieb, sowohl was die Gebäude betrifft als auch den Anbau. So ganz nebenbei kann man dort auch noch eine alte Schmiede mit der gesamten ursprünglichen Einrichtung betrachten, eine Schmiede, die den Landwirten dazu diente ihre Werkzeuge herzustellen und in Stand zu halten.

Mellerud kann auch als Stützpunkt für zahlreiche sportlichen Aktivitäten und das Wandern dienen, denn der Vänern ist gerade einmal einen Kilometer vom Ort entfernt, ein Golfplatz liegt am Rande Melleruds, Wnderwege führen in nahezu alle Richtungen und selbst der Dalslands Kanal ist in greifbarer Nähe.

Wer am ersten Wochenende im Juli in Mellerud ist, kann auch eines der ältesten schwedischen Stadtfestivals, das Kanalyran, erleben, das noch nach alter Tradition gehalten wird und ein Blick in das schwedische Sommerleben erlaubt. Einen Monat später findet dann der traditionelle Handwerksmarkt statt, der auch ein Festival für schwedisches Essen ist.

Copyright: Herbert Kårlin

2012/09/23

Der Gustavsviks Herrgård bei Kristinehamn im Värmland

Der Gustavsviks Herrgård, ein Herrschaftshof, der mit Sicherheit bereits bereits am 24. Februar 1425 existierte, da er an diesem Tag in einem Pergament erstmals genannt wurde, liegt an der Varnumsviken, einer Bucht des Vänern bei Kristinehamn im Värmland. Da man hier eine Silberschatz mit rund 300 deutschen und angelsächsischen Münzen gefunden hat, die zwischen 980 und 1030 geprägt wurden, nehmen manche Archäologen an, dass sich hier eine Art Handelsplatz während des Mittelalters befand und möglicherweise das Zentrum des Värmlands lag.

Wie Gustavsviks Herrgård zu Beginn aussah, als er noch Gården Vik hieß, weiß man heute nicht mehr, denn als das Gut im Jahre 1736 an das schwedische Adelsgeschlecht Linroth verkauft wurde, wurde der Herrschaftshof modernisiert und erhielt etwa das Aussehen von heute. Dass dieses Gut allerdings so bekannt wurde, lag an einem Besuch des Grafen, Generalmajors und Schriftstellers Georg Adlersparre, der hier übernachtete und sich dabei in die Tochter des Hauses, Louise Linroth, verliebte, was am 10. September 1809 auch zur Hochzeit der beiden auf Gustavsviks Herrgård führte und letztendlich Adlersparre auch den herrschaftlichen Hof brachte.

Der Sohn von Georg Adlersparre, Rudolf, ließ dann die Parkanlagen anlegen, mit Dämmen und Inseln versehen und machte daraus ein Paradies für Mensch und Tier, indem er nicht nur Fische, Schwäne und andere Tiere ansiedelte, sondern auch Wanderwege und Lusthäuser bauen ließ. Auch wenn die Parkanlage als solches heute nicht mehr erhalten ist, so entstand daraus ein Gebiet mit seltenen Gewächsen, zahlreichen Pilzen und einem außerordentlich reichen Vogelleben, das man zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken kann.

Allerdings hatte sich Rudolf Adlersparre bei der Anlage des Parks so übernommen, dass er den Konkurs anmelden musste und der Park mit dem Gebäude verkauft wurde. Der Käufer war vom Gustavsviks Herrgården mit seinem Park begeistern, hielt den Park in Schuss und verwandelte das Gut durch einige Umbauten nahezu in ein Schloss. Allerdings nur dazu, um das Gut danach an einen Immobilienspekulanten aus Dänemark zu verkaufen, der den Grund aufteilte und mit sehr gutem Gewinn verkaufte.

Da keiner der Käufer wirklich an der Entwicklung der Gegend interessiert war, wechselten die Besitzer anschließend immer wieder bis Kristinehamn das gesamte Gut aufkaufte. Leider fehlte der Stadt das Geld um den Herrgården sofort zu restaurieren, so dass der Verfall einsetzte. Bis Walpurgis im Jahre 1967, als eine jugendliche Gruppe glaubte das Walpurgisfeuer auf dem Parkettboden des Gutes entfachen zu können. Der folgende Brand zerstörte dann große Teile des Hauptgebäudes, verschonte jedoch die beiden Flügel weitgehend.

Allerdings wäre das Gut mittlerweile vollkommen verfallen, wenn nicht die Föreningen för Byggnadskultur begonnen hätte den Herrgård auf private Initiative zu restaurieren und möglichst viel dieses historischen Baus zu retten. Der Westflügel ist mittlerweile vollkommen restauriert, ebenso wie ein großer Teil der Parkanlage, die nicht dem Naturschutz dient. Das nächste Ziel des Vereins ist nun den Ostflügel wieder in Schuss zu bringen.

In den Wirtschaftsgebäuden des Gustavsviks Herrgården findet man gegenwärtig den Reitklub Kristinehamns, der dort auch ein Café eingerichtet hat, das allerdings nicht permanent geöffnet hat, obwohl im Sommer immer mehr Besucher den Weg zum „Gut Adlersparre“ finden und Kristinehamn Gebäude und Wanderwege beschilderte und einen Fahrradweg anlegte, der es erlaubt auch längere Ausflüge zu planen. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverband hat Kristinehamn an einer strategisch interessanten Stelle des Gutes einen Beobachtungsturm für Vogelliebhaber aufstellen lassen, der sehr gut zu finden ist. Der Friedhof auf dem Gut geht ebenfalls noch auf Rudolf Adlersparre zurück, dient heute jedoch nicht mehr für weitere Beerdigungen. Im Sommer organisiert man beim Herrgården auch immer wieder Vorführungen von Laienschauspielern, die die historische Kulisse nutzen wollen.

Copyright: Herbert Kårlin

2012/09/13

Karlstad, die Wasserstadt im Värmland

Karlstad, die größte Stadt des Värmlands zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich im Delta des Klarälven befindet, der dort in den nördlichsten Teil des Vänern mündet. Mit über 60.000 Einwohnern nimmt Karlstad den 17. Platz in der Rangordnung der schwedischen Städte ein.

Auch wenn Karlstad bereits zur Zeit der Wikinger ein Handelsplatz war, der unter dem Namen Tingvalla im 13. Jahrhunderts erstmals in offiziellen Dokumenten genannt wird, ein Ort, an dem auch das jährliche Ting abgehalten wurde, so erhielt Karlstad seine Stadtprivilegien erst im Jahre 1584 von Karl IX., der dem Ort auch seinen Namen gab. Allerdings verfügte die gesamte Stadt um diese Zeit gerade einmal über 150 Einwohner, die sich auf 45 Haushalte verteilten.

Die längste Steinbrücke Schwedens findet man in Karlstad.
 
Das Logo von Karlstad ist eine freundliche Sonne, was jedoch nicht ein Ausdruck für die Sonnenstunden am Vänern sein soll, sondern an Sola i Karlstad, die Bedienung Eva Lisa Holtz erinnern soll, der eine ständige gute Laune nachgesagt wird und die heute als Statue vor dem Stadthotel steht.

Auf Grund der zahlreichen Brände, die Karlstad heimsuchten, hat die Stadt nicht nur einen modernen Charakter, sondern selbst das Straßennetz entstand wegen der Brandgefahr. Die Straßen sind daher sehr breit und sollten als Feuerschutz dienen. Entsprechend gehört auch der zentrale Stora Torget zu den größten Plätzen Schwedens auf dem dreimal die Woche Marktstände aufgebaut werden.

Seit 1999 verfügt Karlstad über eine Universität, die sich vor allem auf die Forschung spezialisiert hat, aber auch Ausbildungen in Naturwissenschaft, Gesellschaftswissenschaft und Medizin anbietet. Im Jahre 2009 entstand dann ebenfalls eine Handelshochschule, wobei beide Einrichtungen gemeinsam etwa 10.000 Studenten ausbilden.

Das dominanteste Gebäude Karlstads ist die Domkirche in überwiegend barockem Stil. Auf Grund der Brände und mehrere Umbauten hat die Kirche keinen klaren Stil und selbst der Hauptaltar stammt erst aus dem Jahre 1967. Interessant ist daher vor allem der alte Altar mit den beiden Engeln des schwedischen Künstlers Johan Tobias Sergel.

Unter den Museen der Stadt sticht vor allem das Värmlands Museum hervor, das zu den meistbesuchten Regionalmuseen Schwedens gehört und einen Gesamtüberblick über das Värmland von der frühesten Zeit bis heute bietet, also eine Reise durch eine 10.000-jährige Geschichte erlaubt.

Das Brigademuseum mit dem Schwerpunkt „Kalter Krieg“, das bereits im Jahre 2012 öffnen sollte, wird nun offiziell am 1. Juni 2013 seine Türen öffnen. Das Museum wird von einem Verein getragen und will mit seinen interaktiven Ausstellungen jedes Alter ansprechen.

Im Juni 2012 öffnete das Lars Lerin Museum mit einer reichen Auswahl an Aquarellbildern des Künstlers, der in Munkfors im Värmland geboren wurde. Der Gegenwartskünstler Lars Lerin gilt als einer der herausragendsten Aquarellmaler des modernen Schweden. Sein Museum, das sich vorher in Munkfors befand, ist mittlerweile geschlossen.

Einige Kilometer außerhalb von Karlstad findet man das Geburtshaus des größten värmländischen Dichters Gustaf Fröding. Das Gut aus dem 18. Jahrhundert beherbergt eine kleine Ausstellung zum Nationalskalden des Värmland, wobei ein Besuch vor allem Ende August von größerem Interesse ist, da der Geburtstag des Dichters auf besondere Weise gefeiert wird. Ansonsten ist der Alster Herrgård eine beliebte Ausflugsstelle für die Bewohner Karlstads.

Wer der Stadtatmosphäre entkommen will, dem bietet Karlstad Ausflüge in die Schären des Vänern an, eine fotografische Biberjagd im Klarälven von einem Kajak aus, 90 Kilometer an Fahrradtouren in der Umgebung, fern von jedem Autoverkehr oder auch eine Entspannung bei einer Runde Golf.

Kulturell bietet Karlstad mit seiner Oper, dem Scalateatern und dem Värmlandsteatern ein Angebot, das einer größeren Stadt gerecht werden kann, wobei insbesondere die Oper mit 65 fest angestellten Solisten eine sehr hohe Qualität bietet, die Besucher aus ganz Schweden anzieht.

Der sogenannte Sandgrundsudden, der von beiden Seiten von Armen des Klarälven umgeben ist und am Värmlandsmuseum liegt, ist im Sommer das kulturelle Zentrum Karlstads, wo man nicht nur bei einem Picknick an den Stränden und auf den Wiesen liegen kann, sondern wo auch zahlreiche Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden.

Copyright: Herbert Kårlin